Beschreibung:

Einer Legende zufolge suchte bereits Herzog Leopold IV. von Österreich in „Pirchinwart“ Heilung von seiner Schwermut. Urkundlich kennen wir das Bad seit dem Jahr 1301. Umfangreiche Funde in Bad Pirawarth und Kollnbrunn zeugen von einer Besiedlungsgeschichte seit der Urzeit. Der Name „Pirchinwart“ geht auf einen Wehrbau zurück, „Chogelnprunne“ weist auf einen lebendigen Brunnen – die heute noch sprudelnde Ursprungsquelle. „Bad Pyrawarth“ kannte man lange Zeit insbesondere als Frauenheilbad, weshalb es auch das „Österreichische Franzensbad“ genannt wurde.

Im Jahr 1827 war Erzherzogin Sophie – die spätere Mutter Kaiser Franz Josephs I. – hier Kurgast. Nun erlangte der Ort endgültig Berühmtheit. Grundlage dieses Bildbandes bilden die umfangreich überlieferten Postkarten, die zum Gutteil von den Sammlern Josef Augustin, Leopold Strobl und Leopold Wanderer stammen und so einen Eindruck zur Geschichte von der goldenen Kurzeit bis zum modernen Klinikstandort geben.

 

Der Autor:

 

Dipl.-Ing. Dr. Oliver Österreicher, geboren 1977 in Zwettl, ist Architekt und lebt in Bad Pirawarth. Er ist Autor mehrerer Bücher, darunter die Dokumentation „Bad Pirawarth. Ein Bilderbuch“ mit vielen detailreich kolorierten Fassadenplänen. Langjährige Forschungsgebiete sind die Idealstadt sowie Typologien in Gewölbebau und Sgraffitofassaden. Einen umfangreichen Beitrag (etwa 500 Seiten) mit unzähligen Erkenntnissen lieferte er mit der Herrschafts- und Ortsgeschichte zum Heimatbuch der Gemeinde Rastenfeld im Waldviertel.